Inventur - Durchleuchtet Tech Stacks nach Automatisierungspotenzial

Der größte Hebel für Kostensenkungen in Unternehmen: Teure Software durch Open-Source Alternativen ersetzen.

Autor

Alexander Mrozek

🍏 Was ist die Idee?

Zwei Tools, die viele Teams heute selbstverständlich zahlen: Diktier-App und Meeting-Mitschrift. Macht rund 29 Dollar pro Kopf und Monat. Bei 30 Mitarbeitern sind das über 10.000 Dollar im Jahr – für zwei Funktionen, die es beide als kostenlose Open-Source-Variante gibt, die lokal auf dem Rechner läuft.

Und das ist nur der Teil, den du siehst. Der teurere Teil sind die Aufgaben, die deine Leute noch von Hand machen, obwohl ein längst bezahltes Tool sie automatisch erledigen könnte.

Inventur ist ein Kassensturz für den KI-Stack eines Unternehmens. Es verbindet sich mit den vorhandenen Tools, liest Lizenzen und bestehende Automatisierungen aus und liefert drei Befunde: Was ihr doppelt bezahlt. Was ihr noch händisch macht, obwohl das Werkzeug dafür schon da ist. Und wo eine kostenlose Alternative reicht – inklusive ehrlicher Einschätzung, wann sie es eben nicht tut.

Der Unterschied zu ChatGPT ist der Kontext. ChatGPT sagt dir, was man theoretisch automatisieren kann. Inventur sagt dir, was du am Dienstag anschalten kannst, weil es weiß, was bei dir schon läuft.

Zielgruppe: Firmen mit 10 bis 100 Mitarbeitern. Groß genug für echte Prozesse, zu klein für eine IT-Abteilung, die sich darum kümmert.

Kurz gesagt: Kein Toolfinder. Ein Kassensturz.

🌵 Warum funktioniert's?

Unternehmen bezahlen längst für Software, die keiner anfasst. Der SaaS Management Index 2026 von Zylo — ausgewertet über mehr als 40 Millionen Lizenzen — kommt auf durchschnittlich 36% (!) ungenutzte Lizenzen. Und das Problem fällt niemandem auf: Laut einer Befragung von über 100 IT-Verantwortlichen taucht Lizenzverschwendung typischerweise erst beim Vertragsverlängerung oder in einem Audit auf. Quelle

KI-Tools kommen an der Beschaffung vorbei ins Unternehmen. Dieselbe Erhebung zeigt: Software, die über Spesenabrechnungen gekauft wird, ist im Jahresvergleich um 267 Prozent gestiegen — und ChatGPT ist inzwischen die am häufigsten über Spesen abgerechnete Anwendung überhaupt. Übersetzt: Deine Leute kaufen KI-Abos auf eigene Faust, und niemand hat den Überblick. Quelle

Das Bauen ist gratis geworden — das Wissen, was man bauen soll, nicht. n8n hat inzwischen über 11.600 Community-Workflows und einen KI-Builder, der aus einem Satz Prompt eine fertige Automatisierung auf die Canvas legt. Gleichzeitig gibt es zu fast jedem teuren KI-Abo eine kostenlose Open-Source-Variante, die lokal läuft. Der Engpass ist nicht mehr die Umsetzung. Der Engpass ist die Diagnose. Quelle

💡 Wie starte ich am Wochenende?

Diese Idee würde ich als Agentur starten, bevor daraus vielleicht mal ein Tech-Produkt wird.

Woher kriegt man die aktuell eingesetzten Tools?

Die Kreditkartenabrechnung ist deine beste Datenquelle. Lass dir drei Monate Kartenumsätze oder Buchhaltungsauszüge geben, gefiltert auf Software. Da steht alles drin.

Für den Automatisierungshebel brauchst du Gespräche. 3 Leute, je 15 Minuten, immer dieselbe Frage: Was hast du diese Woche gemacht, das sich nächste Woche exakt wiederholt? Nicht "was würdest du gern automatisieren" (dann erzählen dir alle Märchen).

Und dann der Up-Sell: Drei der Automatisierungs-Wünsche baust du selbst. Nach fünf manuellen Audits weißt du, welche Handgriffe in jedem Mittelständler gleich sind. Genau die verkaufst du danach als Fertigprodukt.

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