🍏 Was ist die Idee?
Ein befreundeter SaaS-Gründer schrieb mir, nachdem er sein Unternehmen verkauft hat: „Fühlte sich nach Glück an.“
So laufen viele Exits im SaaS-Bereich. Dabei fragen Käufer immer wieder dasselbe ab. Wachstum, Churn, Bruttomarge. Wie abhängig ist das Produkt von Großkunden? Wie lang laufen Verträge? Ob Zahlen und Prozesse sauber dokumentiert sind. Wer das erst in der Due Diligence zusammensucht, verhandelt aus der schlechtesten Position. Und zahlt den Preis oft als Abschlag beim Multiple.
Warum gibt es eigentlich noch kein Werkzeug, das einem Monate vorher sagt, ob die Firma aus Käufer-Sicht verkaufbar ist, statt nur „profitabel“?
Die naheliegende Lösung ist ein Dienst, der sich einmal mit Billing, Analytics, Support und Buchhaltung verbindet und daraus einen nüchternen „Sellability Score“ berechnet. Nicht als Bauchgefühl, sondern entlang typischer Käufer-Checklisten und gängiger Kennzahlen wie ARR, Wachstum, Churn, Kundenkonzentration und LTV zu CAC. Dazu ein priorisiertes Arbeitsprogramm, das konkrete Lücken schließt: fehlende KPI-Ansichten, ein aufgeräumter Datenraum, eine kurze Q&A für Interessenten, Hinweise, wann ein Meilenstein die Bewertung messbar verbessert.
🌵 Warum funktioniert's?
1. Rasantes Wachstum des deutschen SaaS-Markts: Der SaaS-Markt in Deutschland wird bis 2030 auf 36,68 Milliarden € anwachsen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 13,4% zwischen 2025 und 2030 entspricht.
2. Massive Adoption von Cloud-Diensten schafft Kundenbasis: 98% der Unternehmen in Deutschland nutzen 2024 Cloud-Dienste, während der Wert 2011 noch bei 28% lag. Diese hohe Durchdringung bedeutet, dass Tausende SaaS-Unternehmen in Deutschland existieren, die potenzielle Kunden für ExitScore sind.
3. Software bleibt zentraler M&A-Sektor: Die Softwarebranche machte 2022 mit 18,2% ihren Höchstwert am gesamten deutschen M&A-Markt aus und lag 2024 immer noch bei 16,2 % (2.318 Deals). Diese hohe M&A-Aktivität zeigt, dass Exit-Szenarien für SaaS-Gründer regelmäßig relevant sind.
💡 Wie starte ich am Wochenende?
Schritt 1: Webseite mit Lovable oder Framer bauen und eine einfache Sellability-Score-Vorschau zeigen; E-Mail-Input für Early-Access sammeln; gleichzeitig eine kurze Umfrage hinzufügen, welche Kennzahlen Käufer priorisieren.
Schritt 2: Muster-Datenraum erstellen (Airtable oder Google Sheets): Felder für ARR, Wachstum, Churn, LTV/CAC, Kundenkonzentration, Vertragslaufzeiten; Beispielwerte vorbereiten und eine 2-Minuten-Demo-Session skizzieren.
Schritt 3: 1–2 echte SaaS-Accounts kontaktieren, kurze Interviews machen: Wie wichtig ist ihnen Sellability vs. Profitabilität, welche Kennzahlen fehlen, wie soll der Score aussehen; Ergebnisse in google sheet zusammenfassen.
Schritt 4: MVP-Connectors: Make-Szenario erstellen, das Billing/Analytics-Daten (Mock) durch eine einfache API-Schnittstelle (z.B. von Stripe) übernimmt und den Sellability-Score berechnet; einfaches Dashboard in Framer oder Airtable mit Update-Funktion testen.






