🍏 Was ist die Idee?
Es ist einer der großen Startup-Trends der letzten Jahre: Du nimmst dir eine beliebte App und baust eine kostenpflichtige Version mit abgefahrenen Features für Power-User. Dein Target: Google Calendar.
Geschäftsidee von Thomas Bachem, Seriengründer und Kanzler der Code-University
Was ist das Problem? - Google Calendar (und genauso Microsoft Teams Calendar) sind die Kalender-Apps für den großen Mainstream.
- Power-User haben keine gute App-Alternative, die smartere Funktionen anbietet: Icons zur visuellen Organisation von Terminen. Synchronisierung mit anderen Kalendern. Wochen- und Monatszusammenfassungen, etc.
- Aber: Power-User würden Geld dafür zahlen, Zeit zu sparen und effektiver zu arbeiten.
Was ist die Idee? Du baust das Google Calender für Power User: Smarte, intelligente Features, die den 1% von Power-Usern eine 10x bessere Erfahrung als Google Calendar bietest, dass sie dafür 10 Dollar im Monat zahlen.
🌵 Warum funktioniert's?
Kennst du Superhuman, Calendly oder Neeva?
- Superhuman ist ein eMail-Programm für die 1% von Menschen, die den ganzen Tag ihr eMail-Programm benutzen (sogenannte Power User). Es kostet 30 Dollar im Monat und das Startup hat über 100 Mio. Dollar Investorengeld eingesammelt.
- Calendly ist eine Kalender-App für die 1% von Menschen, die den ganzen Tag Termine verwalten. Es kostet ca. 10 Dollar im Monat und das Startup hat über 350 Mio. Dollar Investorengeld eingesammelt. Es ist aber kein vollwertiger digitaler Kalendar.
- Neeva ist eine Suchmaschine für die 1% von Menschen, die den ganzen Tag Suchmaschinen benutzen (und keine Werbung angezeigt bekommen wollen). Es kostet 5 Dollar im Monat und das Startup hat rund 80 Mio. Dollar Investorengeld eingesammelt.
Fällt dir was auf?
Alle 3 Startups sind ein Angriff auf den Tech-Giganten Google. Und: Alle 3 sind die kostenpflichtige Version einer eigentlich kostenfreien Software.
Wie kann das gelingen?
Alle Startups setzen auf Power-User, jener kleine Teil von Nutzern (ca. 1 bis 5%), die überproportional viel Zeit mit einer Software verwenden. Diese Nutzer haben andere Bedürfnisse als der viel größere Teil von Mainstream-Nutzern. Und diese Nutzer haben meistens auch eine höhere Zahlungsbereitschaft als der Mainstream.
💡 Wie starte ich am Wochenende?
Schritt 1: Power-User interviewen
Welchen Bedarf haben Power-User in einer Calendar App? Was frustriert sie? Auf welchen Wegen benutzen sie Calendar anders als Mainstream-User? Was ist Power Usern wichtig - Zeit sparen, weniger Koordinationsbedarf, etwas anderes?
Schritt 2: Bau eine Warteliste
Bau eine einfache Landing Page und erkläre in einfachen Worte, was du machst. Call-to-action ist der Signup für die Warteliste. Websites baust du am einfachsten auf softr.
Schritt 3: Entwickle das Produkt iterativ
Wenn du das Gefühl hast, dass deine Warteliste wächst und du ein Gespür für deine Zielgruppe bekommst, dann kannst du mit der Produktentwicklung anfangen.
Schritt 4: Sammle Geld ein
Diese Idee könnte sehr "investable" sein für Venture Capital. Such dir Business Angels, die dir den ersten finanziellen Spielraum ermöglichen.
Hier findest du einen tollen Artikel, wie Superhuman (siehe oben) die Anfangsphase gemeistert hat.






