🍏 Was ist die Idee?
Am ersten Tag gibt es Kaffee, Organigramm und die obligatorische Schulung zu Datenschutz und Arbeitsrecht. Danach sitzt die neue Kollegin am Laptop und schaut in ein leeres Dokument. Neben ihr tippt jemand längst mit einem KI-Tool mit. Ein anderer flüstert, man dürfe das auf keinen Fall. Im Chat kursiert ein Screenshot von „dem richtigen Prompt“. Niemand weiß, was davon offiziell ist.
Dabei entscheidet genau diese Unsicherheit darüber, wie schnell jemand produktiv wird. In vielen Teams ist KI längst Teil des Alltags, nur eben ohne Gebrauchsanweisung. Die Folgen sind banal und teuer: Doppelarbeit, vorsichtshalber gar nicht nutzen, oder heimlich mit privaten Accounts. Und am Ende landen Texte, Zahlen oder Kundendaten dort, wo sie nicht hingehören.
Warum ist das Onboarding oft minutiös geregelt, aber ausgerechnet beim Thema KI dem Flurfunk überlassen?
Problem: Nicht jedes HR-Team ist sattelfest auf dem AI-Terrain. Du baust eine externe Agentur, die HR-Teams beauftragen, diese Lücke durch einen "How we AI"-Workshop zu schließen. Nicht als allgemeiner „KI-Kurs“, sondern als konkrete Einweisung in den KI-Stack des Hauses, mit Beispielen aus dem eigenen Alltag und denselben Regeln für alle.
🌵 Warum funktioniert's?
1. Ausbaufähige KI-Adoption im deutschen Mittelstand: 39% der deutschen Mittelständler setzen AI ein, aber nur 6% der Unternehmen schätzt die KI-Bereitschaft ihrer Mitarbeiter als hoch ein. Quelle
2. HR-Ausgaben für Weiterbildung steigen rapide: Deutsche Unternehmen investieren 2024 durchschnittlich 1.200 € pro Mitarbeiter in Weiterbildungen, mit einem Fokus auf digitale Kompetenzen wie KI (CAGR 12% 2022–2025), was externe Workshops attraktiv macht. Quelle
3. Erfolgreiche VC-Finanzierung ähnlicher Anbieter: Die KI-Trainingsplattform „Udacity“ (fokussiert auf Unternehmens-KI-Schulungen) sicherte 2023/2024 über 15 Mio. USD Series E-Finanzierung, was das Potenzial für HR-spezifische Workshops in Europa belegt. Quelle Quelle
💡 Wie starte ich am Wochenende?
Schritt 1: Führe 5 kurze HR-Interviews durch, um konkreten Bedarf an einer hausinternen KI-Workshoptform zu validieren. Nutze Google Forms für die Fragen (aktueller Stand, größte Frustrationen, gewünschte Outcomes) und trage Ergebnisse sauber in Google Sheets oder Airtable zusammen.
Schritt 2: Erstelle ein minimalistisches MVP-Workshop-Skript: Begrüßung, 2 kompakte Module (KI-Stack des Hauses, konkrete Beispiele aus dem Alltag), klare Regeln für Datenhandling, und eine Checkliste für Compliance. Nutze Framer, um eine einfache Landing bzw. Workshop-Agenda zu visualisieren, und halte alle Folien in einer gemeinsamen Google Docs-Datei bereit.
Schritt 3: Plane einen Pilot-Workshop mit einem Referenzkunden. Bereite anonymisierte Beispieldaten vor, führe eine 2-stündige Demo durch und sammle direktes Feedback zu Klarheit, Wiederholbarkeit der Übungen und Nutzen für den Arbeitsalltag. Dokumentiere Learnings in Airtable oder Google Sheets.
Schritt 4: Definiere ein klares Angebot. Lege 2 Pakete fest (Basis-Workshop + Follow-up-Check-in; oder kompletter Onboard-Workshop inkl. Implementierungs-Checkliste), lege Preise, Deliverables, Dauer und SLA fest. Erstelle eine einfache Price-Mipeline in Google Sheets und erstelle eine kurze, faktenbasierte Landing-Seite mit Framer, die das Angebot verständlich zusammenfasst.






