🍏 Was ist die Idee?
Alle kennen WeWork: Du brauchst einen Platz zum Arbeiten und mietest einen Schreibtisch. Was wenige wissen: Es gibt diesen Bedarf auch für viel spezialisierte Räume, zum Beispiel Labore.
Geschäftsidee von Anne-Sophie Mertgen (Gründerin von Micromeat)
Was ist das Problem? Wenn du im Food-Tech Bereich wirklich etwas starten willst mit einer Idee, die mehr als nur einen Laptop benötigt, dann ist es verdammt schwer:
- Laborausrüstung (zum Beispiel, um etwas zu fermentieren), ist naturgemäß verdammt teuer
- Es gibt kaum frei verfügbare Labore, in die sich junge Startup-Teams einbuchen können
- Wenn du ein Labor findest (meist an einer Uni), dann will die meist Anteile an deiner Firma dafür
- Und die Labore sind meist nicht besonders zentral gelegen
Storytime: Weil es so schwer ist, einen Laborplatz irgendwie zu finden, hat Sara Marquart (Gründerin von Planet A) alle Thermomixe in München aufgekauft, um ihren Prototypen herzustellen. Das schreit nach einer besseren Lösung.
Was ist die Idee? Du baust das WeWork für Labore.
Junge Startups können sich in deinem Forschungs-Space einmieten, um ihre Food-Tech Prototypen herzustellen.
Gibt's das nicht schon?
Wettbewerber wie nx-food stellen nur ein Distributionsnetzwerk bereit, aber keine Labore; genauso der Edeka Food Campus. Startup-Accelerator wie IndieBio bieten solche Labore in Silicon Valley, allerdings nur gegen Anteil an deinem Startup.
🌵 Warum funktioniert's?
Weißt du noch, damals in den 2000ern? Da konnten Gründer noch mit einem einfachen Laptop und einer Internetverbindung ein eCommerce Business hochziehen.
Heute will jeder was anderes machen: hochinnovative Forschung, die dann kommerzialisiert wird, ist en vogue. Besonders im Food-Bereich haben wir schon viele dieser Gründe interviewt:
- Sara Marquart von Planet A forscht an einem Weg, Schokolade ohne Kakao herzustellen
- Anne-Sophie Mertgen von Micromeat sucht einen skalierbaren Weg, essbares Fleisch aus einzelnen Zellen zu züchten.
- Nicolas Hartmann von Vly produziert einen erbsenbasierten Milchersatz
Was wir essen bestimmt auch, wie es dem Planeten geht: die Landwirtschaft ist weltweit der größte Treiber von CO2 Emissionen und ist generell aufwendige Sache (wusstest du, dass manche Kühe bis zu 130 Liter Wasser am Tag trinken?).
Die Folge: Investoren investieren Unmengen an Geld in Food-Tech. Unglaubliche 300 Milliarden US-Dollar (!) in 2021 (siehe Abbildung).
Aber: Alle Gründer in diesem Sektor erzählen uns von einem Problem, das ihnen alle großes Kopfzerbrechen in einer frühen Phase bereitet hat. Ideale Bedingungen für deine nächste Geschäftsidee.
💡 Wie starte ich am Wochenende?
Für die Idee lohnt sich ein wenig Gehirnschmalz vorab.
Schritt 1: Wo kannst du das hinbauen?
Such dir einen Standort, an dem es einen Hub für Bio-Tech und Food-Tech gibt. Diese Studie von McKinsey lohnt sich dafür.
Schritt 2: Macht das Sinn?
Wenn du einen Standort ausgewählt hast, dann "do things that don't scale". Lerne Gründer und Gründer-in-spe kennen, die so ein Labor nutzen würde. Würden die dafür zahlen? Was brauchen die? Gibt es vielleicht sogar Bedarf von größeren Unternehmen, flexibel eine solche Fläche zu mieten?
Schritt 3: Kostenseite verstehen
Wie kannst du ein vernünftiges Labor hinbauen, das die Startups nach vorne bringt, ohne massiv ins finanzielle Risiko zu gehen?
Schritt 4: WeWork für Labore bauen und Firmen einbuchen
Lage, Lage, Lage - also möglichst zentral und gut erreichbar
Schritt 5: Skalieren
Das Ganze ist ziemlich teuer, du wirst also wahrscheinlich Investoren oder reiche Sponsoren brauchen.








