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Interview · Folge 277

SaaSpocalypse? Neue Geschäftsideen für die Zeit danach

Veröffentlicht am 24. August 2026 · Host: Alexander Mrozek

Gast: Felix Rahlmeyer, VP Strategy bei OMR Reviews

Felix Rahlmeyer, VP Strategy bei OMR Reviews, spricht mit Alexander Mrozek darüber, was nach der SaaSpocalypse kommt. Du erfährst, dass die obere Schicht der Software von KI- und Chat-Oberflächen gesteuert wird und klassische CRM- und ERP-Systeme eher zum Zulieferer werden. Deshalb muss auch das Preismodell pro Platz neu bewertet werden, wenn weniger Lizenzen nötig sind und die Interaktion stärker zählt. Du hörst, dass Agenten- und Assistenten-Kategorien auf OMR Reviews zwar Zulauf haben, die Bewertungen aber oft schlecht sind. Klassische Agenten-Tools funktionieren noch nicht zuverlässig, und viele Werkzeuge liefern nicht die erwartete Qualität. Prototypen und klare Grenzen sind wichtiger als eine breite Einführung. Generative Engine Optimization und das Thema Souveränität treiben neue Kategorien wie GEO. Unternehmen sollten Lösungen suchen, die zur DSGVO passen, und in Europa gründen oder operieren, um den regulatorischen Rahmen zu nutzen. Felix nennt Handwerk, Vereine und Vereinssoftware als Felder mit starker Nachfrage, in denen man Bestehendes kaufen oder neu schneiden kann. Storytelling bleibt eine menschliche Stärke. Humor lässt sich von Sprachmodellen nicht zuverlässig erzeugen.

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Das lernst du in dieser Folge

Schichtwechsel bei SaaS-Architektur. Die obere Schicht wird von AI/Chat-Interfaces orchestriert. Die SaaSpocalypse-Diskussion zeigt, dass klassische CRM/ERP-Systeme als Zulieferer für diese neue Schicht dienen. Für Gründer bedeutet das, dass Pricing-Modelle wie Per-Seat neu bewertet werden müssen, da weniger Lizenzen nötig sein könnten und Interaktion stärker dominiert wird. Agenten-Tools gewinnen, Qualität unsicher. Auf OMR Reviews gibt es Traction für Agenten- und Assistant-Kategorien, aber die Bewertungen sind oft schlecht. Klassische Agenten-Tools funktionieren noch nicht zuverlässig, und viele Tools liefern nicht die erwartete Qualität. Für Unternehmen bedeutet das, dass Prototyping und klare Nutzungsgrenzen wichtig sind, bevor man in breite Implementierung investiert. Geo-Sovereignty öffnet Chancen. Generative Engine Optimization und Sovereignty-Themen treiben neue Kategorien wie GEO voran; Unternehmen sollten DSGVO-konforme Lösungen suchen und in Europa gründen bzw. operieren, um regulatorische Vorteile zu nutzen. Vertikale Branchenlösungen boomen. Felix nennt Handwerk, Vereine und Vereinssoftware als Bereiche mit starker Nachfrage; es gibt Potenzial, bestehende Tools zu kaufen oder neu zu strukturieren. Für Gründer bedeutet das: fokussiere auf Branchenexpertise statt generische Tools, erkenne Buy-Playbooks, und nutze Nischen mit vorhandener Kundenbasis. Storytelling bleibt menschliche Stärke. Storytelling bleibt eine menschliche Fähigkeit, auch wenn AI unterstützt; kreative Elemente wie Humor lassen sich nicht zuverlässig von LLMs erzeugen. Unternehmen sollten daher in Markenstorys investieren und Menschen für Narrative einsetzen, auch wenn KI Hilfestellung gibt.

Kapitel

  1. 00:00Intro
  2. 02:45Was ist die SaaSpocalypse - und ist sie schon vorbei?
  3. 09:10Die ersten Toten sind AI-Tools: 80% Traffic weg
  4. 17:14Die Grenzen des Vibecoding
  5. 27:55Airtable und Bending Spoons: Das Produkt lebt, der Preis ist tot
  6. 40:08Neue Chancen nach der SaaSpocalypse
  7. 53:46Felix' beste Geschäftsidee

Geschäftsideen aus dieser Folge

Über Felix Rahlmeyer

Felix Rahlmeyer ist VP Strategy bei OMR Reviews, der führenden Software- und Service-Bewertungsplattform im DACH-Raum. Die Plattform erreicht rund drei Millionen Software-Käufer im Jahr und versammelt über 80.000 Bewertungen zu mehr als 11.000 Tools - Felix verantwortet dort die strategische Ausrichtung und die Auswertung dessen, was die Daten über den Markt verraten. Mit seiner Keynote „State of SaaS" gehört er zu den wenigen Menschen in Deutschland, die belegen können, was hinter dem Narrativ der SaaSpocalypse tatsächlich passiert.

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