
Interview · Folge 284
Das Service-as-a-Software-Playbook: Wie baut man so ein Startup? (Mit Agnieszka Walorska, Mika)
Veröffentlicht am 19. Oktober 2026 · Host: Alexander Mrozek
Gast: Agnieszka Walorska, Founder bei Mika
Agnieszka Walorska, Gründerin und CEO von Mika, spricht mit Alexander Mrozek darüber, wie man ein Service-as-a-Software-Startup aufbaut. Du erfährst, warum Kunden eine Gesamtlösung wollen und Software deshalb um einen Service ergänzt wird. Mika ersetzt keinen Steuerberater, sondern das Steuerbüro, und eine menschliche Prüfung sichert das Ergebnis ab. Der Startpunkt ist das Nutzerproblem: wiederkehrende Buchhaltungsaufgaben und die Kommunikation darüber. Ein To-do-System macht Fehlendes sichtbar und reduziert typische Fehler. Man muss einen Prozess verstehen, bevor man ihn automatisiert, sonst bleibt die Technik abstrakt. Du hörst außerdem, warum Vertrauen und Regulierung die größte Hürde in einer neuen Produktkategorie sind. Klare Kommunikation, Nachweise und passender Support stützen die Zuversicht der Kunden, bevor die Skalierung vorangetrieben wird. Zur Technik setzt Mika nicht auf ein einzelnes Modell. Eine modulare Architektur verbindet generative, diskriminative und deterministische Komponenten. Input wird interpretiert, Belege werden zugeordnet, und je nach Aufgabe kommt das passende Modell zum Einsatz, zusammen mit eigenen Werkzeugen. Die Unabhängigkeit vom einzelnen Modell bleibt wichtig, damit ein Wechsel möglich ist und die Ergebnisse verlässlich bleiben. Agnieszka kam mit zwanzig Jahren mit einem Stipendium nach Deutschland, gehörte zu den ersten Mitarbeitern von StudiVZ und hat mit Mika sechs Millionen Euro Seed-Kapital eingesammelt.
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Das lernst du in dieser Folge
Service als Software: Ganzheitliche Lösung Hypothese: Der Trend zu Service-as-Software wird weiter zunehmen, weil Kunden eine Gesamtlösung statt isolierter Software suchen. Kernidee ist, dass Software durch eine Service-Komponente ergänzt wird, damit der Kunde eine vollständige Problemlösung erhält. Dabei ersetzt Mika keinen Steuerberater, sondern das Steuerbüro, und hinter dem System steht eine menschliche Prüfung, die das Ergebnis absichert. Nutzerproblem zuerst, nicht Technik Der Startpunkt ist das Nutzerproblem: repetitiv anfallende Buchhaltungsaufgaben und die Kommunikation darüber. Es wurde ein To-do-System gebaut, das Fehlendes erklärt und typische Fehler reduziert, um die Zusammenarbeit zu erleichtern. Wichtig ist, dass man Prozesse versteht, bevor man sie automatisiert, denn so entstehen konkrete Verbesserungen statt abstrakter Technik. Vertrauen und Regulierung als Hürde Vertrauen ist die größte Hürde beim Einstieg in eine neue Produkt-Service-Kategorie und Regulierung erschwert das Wachstum. Kundenzuversicht wird durch klare Kommunikation, Nachweise und passenden Support gestützt, da regulatorische Grenzen existieren. Für Unternehmen bedeutet das: Fokus auf Transparenz, Belege und sichere Kundenerfahrung, bevor man Skalierung stark vorantreibt. Modell-Architektur: Multi-Model Router Es kommt nicht nur ein Modell zum Einsatz: Es wird eine modulare Architektur mit generativen Modellen, diskriminativen und deterministischen Komponenten verwendet. Input wird interpretiert, Belege zugeordnet und dann je nach Aufgabe das passende Modell genutzt; dazu kommen eigene Tools und interne KI-Kollegen für verlässliche Ergebnisse. Wichtig ist die Modellunabhängigkeit und die Fähigkeit, schnell zwischen Modellen zu wechseln, um verlässliche Ergebnisse sicherzustellen und Skalierung zu ermöglichen.
Über Agnieszka Walorska
Agnieszka Walorska kam mit 20 Jahren mit einem Stipendium nach Deutschland und gehörte zu den ersten Mitarbeitern von StudiVZ. Heute ist sie Gründerin und CEO von Mika, der KI-nativen Alternative zum Steuerbüro, die gerade 6 Millionen Euro Seed-Kapital eingesammelt hat.
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